Die neue 5G-Technologie verspricht Datenübertragung in Echtzeit, autonomes Fahren, Vorteile für die Industrie und viele weitere praktische Anwendungen (Nachlesen könnt Ihr dies ausführlich in unserem 5G Faktencheck).

Damit das möglich wird, müssen aber erst entsprechende Netze aufgebaut werden. Die Bundesrepublik zählt dabei zu den zwölf führenden 5G-Nationen. Wir möchten euch auf den neuesten Stand bringen und aufzeigen welche Provider Ihre Finger beim Ausbau im Spiel haben.

Verantwortlich für den Ausbau der 5G-Netze sind die vier Netzbetreiber: Telekom, Vodafone, Telefónica und 1&1 Drillisch Netz AG.  Sie alle haben bei einer Auktion der Bundesnetzagentur, welche im Juni 2019 endete, deutschlandweite Frequenzen erworben.

Schon wenige Monate später brachten die Telekom und Vodafone die ersten 5G-Stationen ans Netz. Seit Ende 2020 erreicht die Telekom etwa zwei Drittel und Vodafone etwa ein Viertel der deutschen Bevölkerung. Die beiden anderen Betreiber haben noch keinen größeren Beitrag zum Ausbau geleistet. Ziel ist es, bis 2025 99 Prozent der Bevölkerung mit der neuen Technologie erreichen zu können.

Wie weit sind die ländlichen Regionen?

Aktuell kann die 5G-Technologie hauptsächlich in den größeren deutschen Städten genutzt werden, wobei mittlerweile auch der Ausbau in ländlichen Regionen begonnen hat. Dort ist das Netz allerdings langsamer, da andere Frequenzen verwendet werden. Gebremst wird der Ausbau durch die Genehmigungsverfahren für neue Funkmasten. Für das 5G-Netz werden diese in großer Zahl benötigt, um ein schnelles uns flächendeckendes 5G-Netz aufzubauen.

Um den Ausbau zu beschleunigen, möchte bspw. die Stadtverwaltung von Braunschweig kommunale Daten an die Bundesnetzagentur weiterleiten.  Dadurch haben Netzbetreiber Informationen darüber, wo bereits entsprechende Infrastruktur vorhanden ist. Davon profitiert nicht nur der Breitbandausbau, sondern auch die 5G-Technologie. Zudem ist auch für die Industrie ein schneller Ausbau wichtig, um bei der Digitalisierung nicht abgehängt zu werden. Dadurch steigt der Druck auf die Netzbetreiber.

Private Investoren treiben 5G voran

Neben dem Ausbau durch deutschlandweite Netzbetreiber haben auch private Unternehmen die Möglichkeit, den Ausbau voranzutreiben.  Sie können lokale Frequenzen erwerben und damit ihr eigenes Netz aufbauen. Einen Meilenstein beim Aufbau eines lokalen 5G-Netzes erreichte ein junges Startup aus Niedersachsen.  Als erstes Unternehmen hat es eine Lizenz für ein Campusnetz im Raum von Osnabrück erhalten.  

Welche Vorteile entstehen für den Smartphone Nutzer?

Ihr seht also, dass der 5G Ausbau rasant voranschreitet und von vielen Institutionen vorangetrieben wird. Für euch als Smartphone Nutzer eine nicht ganz uninteressante Sache. Zum einen wäre da selbstverständlich das in Sachen Geschwindigkeit und Sicherheit deutliche Upgrade zum bisherigen Mobilfunkstandard 4G gegeben, was euch sicherlich viel Wartezeit erspart. Hinzu kommt aber auch, dass viele Handytarife mit 5G angepriesen und an den Mann gebracht werden. Solltet Ihr also aus einer etwas ländlicheren Gegend kommen, könnt Ihr das 5G Netz schon bald deutlich besser auskosten.

Als hauptberuflicher Online Marketing Manager ist Content ein großer Teil meiner Arbeit. So kann ich dieses Hobbyprojekt wunderbar dafür nutzen, um das Interesse an Smartphones und Mehrwert-Content zu vereinen.
Rene Reinisch