Mit dem Aufkommen des Handys kam ein neues Gefühl der Freiheit auf. Freiheit heißt in diesem Falle: Es war möglich, von überall auf der Welt – egal ob vom Strand oder aus dem Wald – ein anderes Telefon anzurufen. Was heute als selbstverständlich gilt und für jedes Kind umsetzbar, war damals doch mit einigen Tücken versehen. Alles war groß und teuer. Auch das hat sich heute geändert.

Nachdem das Telefonieren einige Jahre die Hauptfunktion der damaligen Handys war, gab es ein weiteres Novum, welches vom Endkunden mit offenen Armen empfangen wurde: der Short Message Service. Wir alle kennen ihn heute unter SMS. Auch dieser hat mittlerweile sozusagen ausgedient, auch wenn er als Funktion immer noch verfügbar ist.

Ein anderer großer Sprung war Ende der 2000er die Nutzungsmöglichkeit des Internets. Seit dieser Zeit spricht man das Handy mit Smartphone an. Hierbei sind die Features schier unbegrenzt. WLAN, GPS oder Megapixel-Kamera sind als Hardware mittlerweile Standard. Zudem kommt Software, die sich nicht mehr zählen lässt – die Apps liefern zu jedem Problem die passende Lösung.

All die erwähnten Eigenschaften machen heute das Smartphone aus. Ohne diese Attribute wird nicht einmal das günstige Gerät verkauft. Was muss solch ein Mobiltelefon Schrägstrich Supercomputer erfüllen, um der Überschrift dieses Artikels gerecht zu werden? Und gibt es überhaupt noch Geräte, die einen Wow-Effekt erzeugen können? Bereits vorab: Ja, es gibt sie! Im Folgendem stellen wir einige Smartphones bzw. Handys vor, die Technikbegeisterung auslösen werden.

3 Smartphones, die etwas anders sind

Die Modelle, die gleich vorgestellt werden, sind wirklich besonders. Natürlich spielen die Features die Hauptrolle. Zudem sollte man sich dabei die Frage stellen: Wem nützt diese und jene Funktion eigentlich? Bevor also vor lauter Aufregung ein Kauf getätigt wird, möchten wir kurz zeigen, für welche Zielgruppe das Gerät gedacht ist. Los geht’s!

Cat S62 Pro

Diese Art von Handy ist wirklich ein Bulldozer unter den Smartphones. Und ja, tatsächlich werden Mobiltelefone unter dem Namen verkauft, unter welchem auch Bagger und Steinbruchmuldenkipper vertrieben werden. Dies sieht man den Handys auch an. Beispiel: das Cat S62 Pro.

Für rund 650 Euro bekommt man hierbei ein Outdoor-Handy, das sein Outdoor-Versprechen hält. Es ist zunächst einmal sehr robust gebaut. Das heißt, dass das Case aus Stahl ist. Die staub- und wasserdichte Hülle macht das Handy bereits jetzt zu einem Knüller – und das Beste kommt erst noch.

Das absolute Highlight ist nämlich die verbaute Wärmebildkamera, die das Smartphone einzigartig macht. Die Homepage beschreibt die Funktion als Erleichterung der “Lokalisierung und Diagnose von Feuchtigkeit, Zugluft, Leckagen, Brandherden, elektrischen Kurzschlüssen, Verstopfungen oder erhöhten Temperaturen”.

Ganz schön beeindruckend – doch braucht jemand, der kein Handwerker oder Ingenieur ist, solch eine Technik? Man kann wahrscheinlich drauf verzichten, wenn man noch nie etwas repariert hat oder sich ungern die Hände schmutzig macht.

Blackview Max 1

Noch nie gehört? Das liegt wahrscheinlich daran, dass dieses Handy eine wirkliche Besonderheit ist. Wenn wir bei dem ersten Smartphone von einem Bulldozer sprachen, dann lässt sich dieses Modell in der Nische “mobiles Kino” verorten. Das Blackview Max 1 ist nämlich mit einem integrierten Laserprojektor ausgestattet, welche das Gerät zu einem Beamer macht. Klingt zunächst einmal ziemlich interessant und ganz ehrlich, wer möchte nicht gerne ein Kinoerlebnis in der Hosentasche tragen?

Es gibt zu hierbei einige Tests, die das Modell auf Herz und Nieren geprüft haben. Das Technikportal Chip beispielsweise hat einige Untersuchungen getätigt und ist zum Entschluss gekommen, dass es sich zwar ganz gut als Einsteigerhandy eignet, allerdings bei weitem nicht mit Top-Modellen der etablierten Marken wie Apple oder Samsung mithalten kann.

Braucht man also solch ein Handy? Hier ist es – gerade nach den Tests – eher abzuraten. Die Qualität ist mäßig und wenn man schon etwas auf die Wand projizieren möchte, dann mit vernünftigen Werten.

Mehr zum Test auf: https://www.chip.de/test/Blackview-Max-1-im-Test_166081840.html

Samsung Galaxy Z Fold 2

Das dritte und letzte Handy hat wahrscheinlich um einiges mehr Popularität erlangt als die ersten beiden. Der ein oder andere Smartphone-Fanatiker dürfte es im Jahr 2020 nicht übersehen haben: das Samsung Galaxy Z Fold 2 mit dem faltbaren Display.

Die “2” steht für zweite Generation. Und während damals bei der Premiere einiges schieflief, hat Samsung diesmal vieles richtig gemacht – so zumindest der erste Eindruck. Samsung verspricht, dass das Display ca. 200.000 Faltvorgänge übersteht, ohne zu brechen.

Natürlich stellt sich auch hier die Frage: Lohnt sich ein Kauf eines solchen Modells? Dabei ist der Preis nicht außer Acht zu lassen – 1950 Euro! Wahrscheinlich kommt ein Erwerb nur für echte Samsung-Jünger in Frage. Klar, auch die anderen Parameter des Galaxy Z Fold 2 stimmen qualitativ – dennoch steht das Faltdisplay im Vordergrund, was im Grunde keine außergewöhnliche neue Funktion erfüllt und somit nur das geschmackliche Urteil des Käufers beeinflusst.

Ein Schlusswort

Bei allen drei Modellen wird deutlich, dass sie eine Nische abdecken und dadurch besonders sind. Ob man sie wirklich braucht, ist und bleibt Geschmackssache. Beim Samsung spricht definitiv der Preis dagegen. Das Blackview Max 1 ist mit seiner nicht ausgereiften Technik nicht zu empfehlen und beim Cat S62 Pro sollte man sich fragen, ob man als Nicht-Handwerker eine ziemlich gute Wärmebildkamera braucht.

Zum Schluss ist zu sagen, dass man sich nicht zu schnell von solchen Features verführen lassen sollte. Und wenn man es doch getan hat, kann man auf der nächsten Party sicherlich einen großen Wow-Effekt erzeugen.

Bild: @Adobe Stock, Luka, 300971119