Smartphones, Technik

Oneplus One

im Test

Der chinesische Hersteller Oneplus stellt sein erstes Smartphone her und präsentiert das Oneplus . Jedoch ist dieses nicht einfach auf dem Markt erhältlich, sondern erfordert die Mitgliedschaft im Oneplus-Forum. Nur wer von einem anderen User eingeladen wird, der das Exklusiv-Smartphone bereits besitzt, ist anschließend auch in der Lage ein eigenes Exemplar zu bestellen. Wir haben eines ergattert und es einmal auf Herz und Nieren getestet, um zu prüfen, ob die Technik mit dem Hype um das neue Phablet auf dem Markt auch mithalten kann.

OnePlus One

Design, Lieferung und Verarbeitung

Das Risiko der Lieferung liegt beim Nutzer, was wir erst einmal mit einem großen „Minus“ vermerken. Gewährleistung und Garantie hingegen unterliegen dem EU-Recht. Einmal angekommen und ausgepackt, fühlt sich das Smartphone ungewohnt an, jedoch im positiven Sinne. Der Hersteller setzt auf Sandstein und möchte sich dadurch von allen anderen gängigen Modellen auf dem Markt absetzen. Und das ist gelungen: Die Rückseite aus Sandstein hinterlässt ein angenehm griffiges und raues aber stets hochwertiges Gefühl und liegt gut in der Hand. Der Rest der Außenhülle ist aus üblichem Kunststoff gefertigt. Die Verarbeitung wirkt alles in allem sauber und stabil. Die Größe liegt mit einem 5,5 Zoll Display im Durchschnitt der Phablets. Die Bedienung mit einer Hand ist dadurch nicht mehr möglich. Das Oneplus One bringt insgesamt 162 Gramm auf die Waage und misst in der Tiefe nur 8,9 Millimeter. Es widersteht dem Ruf der schlecht verarbeiteten China-Handys und hinterlässt rein äußerlich einen rundum positiven Eindruck.

Technische Daten – Oneplus One

Oneplus setzt mit seinem aktuellen Smartphone auf Schnelligkeit. Der moderne Snapdragon 801 mit seinen vier Kernen ist auch in einigen Konkurrenzmodellen verbaut und hat in allen Tests bislang hervorragende Ergebnisse geliefert. leistet in diesem Smartphone eine makellose Arbeit und ergibt in Kombination mit den 3 GB Arbeitsspeicher ein hohes Maß an Schnelligkeit. Die Bedienung ist flüssig, Ruckler oder Verzögerungen konnten wir nicht feststellen, lediglich die Wärmebildung auf der Rückseite des Phablets lässt auf die Auslastung des Prozessors schließen. Werksseitig ist das Oneplus One entweder mit 16 GB in Weiß oder als schwarzes 64 GB-Modell erhältlich. Diese sind nicht erweiterbar, denn ein microSD-Slot wurde in dem Handy nicht verbaut.

Leistung und Anwendungen

Das Oneplus One läuft mit dem Android 4.4-System sowie einer eigens angepassten CyanogenMod-Version. Jedoch soll schon bald das Update auf Android 5 folgen. Wir sind gespannt. Die aktuelle Version enthält kaum vorinstallierte Apps und bietet dem Nutzer stattdessen zahlreiche verschiedene Einstellungen der Individualisierung. Quasi jeder Menüpunkt sowie das gesamte Theme können auf Wunsch problemlos verändert werden. Die Bedienung lässt die freie Wahl zwischen einer Steuerung über die Sensor-Tasten unter dem Display oder die On-Screen-Tasten. Und auch die Statusleiste lässt sich ganz persönlich anpassen: Je nach Geschmack lassen sich Uhrzeit, Akkuladestatus und die Signallautstärke in dem Balken anzeigen. Die Gestensteuerung erlaubt den schnellen Zugriff auf eigenes festgelegte Funktionen, Apps oder Benachrichtigungen.

Konnektivität

In dem Oneplus One Phablet sind die neuesten , + und -Verbindungen verbaut. Jedoch gibt es ein großes Manko: Trotz des verbauten Cat4 unterstützt das chinesische Smartphone nicht alle deutschen -Bänder. So fehlt beispielsweise die 800 MHz-Frequenz, was vor allem die Telekom- und O2-Kunden in Deutschland betrifft. In diesem Fall muss mit einem häufigen oder kompletten Ausfall der LTE-Verbindung gerechnet werden. Ein großer Minuspunkt in unserem Fazit.

Display und Kamera

Der Bildschirm des Oneplus One misst eine Diagonale von 5,5 Zoll und löst mit 1.920 x 1.080 Pixeln in Full-HD auf. Positiv fällt uns auf, dass das Display zusätzlich durch eine Schicht Gorilla Glass 3 vor Kratzern geschützt wird. Alles in allem sind die Helligkeit, der Blickwinkel sowie die Weiß- und Schwarzwerte des Phablets sehr gut. Jedoch entspricht die Darstellung nicht exakt den reellen Farben, sondern weist eine leichte Wärmeverzerrung der Gelb- und Rottöne auf. Nur die automatische Helligkeitsregelung reagiert langsam und schwerfällig. Diese wäre eindeutig noch einmal eine Überarbeitung durch den Hersteller wert.
Die Kamera des Oneplus One liefert 13-Megapixel mit einer Offenblende von f/2.0. Der Exmor-Sensor stammt vom Hersteller Sony, neben der Linse finden wir einen Dual-LED-Blitz. Die Bilder sind gut, jedoch nicht sehr gut. Sobald die Lichtbedingungen nicht mehr optimal sind, kann der Kontrast gerne einmal ein helles Haus verschwinden lassen. Hinzu kommen leichte Fokus-Probleme, die oft mehrere Anläufe benötigen, um das richtige Objekt anzuzoomen. Je schlechter das Licht, desto unschärfer das Ergebnis. Das Bildrauschen nimmt schnell zu und farbtreu sind die Aufnahmen ähnlich dem Display nicht.

Akkulaufzeit

Der Akku des Oneplus One ist überraschend stark. Das nePlus Modell mit 3.100 mAh hält im Telefonbetrieb über 9,5 Stunden durch, mehr als 8 sind es bei der Online-Laufzeit. Die Ladezeit liegt mit etwa zwei Stunden im Durchschnitt. Ein starker Akku, an dem es Nichts zu kritisieren gibt.

Fazit

Schlussendlich ziehen wir ein positives Fazit über das Erstlingsmodell des chinesischen Herstellers Oneplus One. Der Prozessor leistet gute Arbeit, der Akku ist stark und das Display makellos. Auch die Verarbeitung sowie das neuartige Sandstein-Design haben uns positiv überrascht. Lediglich die Kamera sowie das LTE-Netz bedürfen einer baldigen Überarbeitung durch den Hersteller. Wer Wert auf ein exklusives und schönes Phablet mit stabilen Funktionen und einem hohen Grad an Individualisierung legt, ist mit dem Oneplus One durchweg gut beraten.

Bildquelle by Kote Puerto / flickr.com – (CC BY-SA 2.0)

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