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Gigaset SL930A

Testbericht SL930A

Siemens erfindet das Rad nicht neu, -Telefone für zu Hause gibt es bereits. Verschiedene Hersteller haben es hauptsächlich im unteren Preissegment versucht, bisher jedoch ohne großen Erfolg. Wie meistert Siemens diese Aufgabe?

Der erste Kontakt
Gigaset ist einer der wenigen Hersteller, die ihre Fertigungsstätten in Deutschland haben. Stolz prangt der Schriftzug „Made in Germany“ auf der orangefarbenen Verpackung. Nach dem Auspacken möchte man sofort sagen, dass die Verarbeitung des Gigaset SL930A grundsolide erscheint. Ein Metallgehäuse und ein austauschbarer Akku suggerieren unverwüstliche Qualität. Wie in vielen Handys, Kamera, Uhren und Autoradios werkelt im SL930A das Alleskönner-Betriebssystem Android aus dem Haus Google. Auch hier ist der erste Schritt, wie üblich das Anmelden des Schnurlostelefons an der Basisstation. Das gelingt schnell und einfach. Die Basisstation lässt sich sogar aufhängen, jedoch bietet sie keine Leuchtanzeigen. Das 157 Gramm schwere Mobilteil liegt gut in der Hand. Ansonsten funktioniert alles wie gewohnt, Android einrichten und per werden Telefonbuch, Kalender und E-Mails synchronisiert.

Das Wesentliche
Sogar um Ihr Wohl kümmert sich das Gigaset und so lässt sich entsprechend die Funkstrahlung drosseln, was natürlich eine kürzere Reichweite des Mobilteils als Resultat hat. Der Strahlungsfrei-Modus versetzt das Mobilteil in den Schlaf und lässt es ca. eine Sekunden nach Anrufeingang aufwachen. Auch hierbei dürften Sie keinen Anruf verpassen.
Als Klingeltöne stehen sogenannte Real-Töne zur Verfügung, 23 Stück an der Zahl, so dass für jeden etwas dabei sein sollte. Auch ein Vibrationsalarm ist mit an Bord.
Die Sprachqualität erweiste sich als sehr gut. Nur die Tiefen könnten etwas satter klingen. Die Freisprechfunktion ist auch sehr gut und unterscheidet sich in Sachen Qualität ganz klar zur meist schlechten Konkurrenz.
Neben dem klassischen Festnetz steht auch das Telefonieren via Internet zur Verfügung. Hierfür nutzt das SL930A wahlweise Skype oder Facebook. Mangels Kamera ist die Nutzung von Googles Dienst Video-Hangouts nicht möglich.
Ärgerlich: Dem Gigaset fehlt komplett die Funktion Babyfon, die sich auch, entgegengesetzt der Angaben in den Technischen Daten, nicht per App nachrüsten läßt.

Taugt es zum vollwertigen ?
Man erkennt das Gigaset direkt als Android-Gerät. Nur das orangefarbene Logo und Apps aus dem Haus Gigaset unterscheiden es im ersten Moment von einem normalen Gerät. Verwendet wird Android 4.0.4, was erwarten lässt, dass auch neuere Apps laufen müssten. Haken an der Sache ist jedoch die verbaute Hardware. Der relativ schwachbrüstige ARM-Prozessor, der mit 996 Megahertz getaktet ist und vergleichsweise wenig 387 MB Arbeitsspeicher sind die erste Hürde. Hier sind die meisten normalen Smartphones dem weit überlegen, was die 644 Punkte im Geekbench2 beweisen.
Größte Hürde allerdings sind die fehlenden Komponenten. So fehlen die typischen Sensoren wie:

– GPS-Modul für die Ortung. Ebenfalls ist eine Ortung per WLAN nicht möglich.
– kein Gyrosensor für beispielsweise Spiele
– kein Bluetooth für Freisprech- und Datenübertragung
– keine Kamera und somit auch keine Videotelefonie

Des Weiteren würde viele Apps wenig Spaß bereiten, denn das 3,2 Zoll große Touch-Display löst nur mit 320 x 480 Pixeln auf.
Bis zu 140 Stunden hält das SL930A im Standby durch. Bei ausgiebigen Telefonaten sind so rund zwei Tage möglich bevor es wieder in die Ladeschale muss. Da es sich um den Ersatz für das klassische Festnetztelefon handelt, stellt dies jedoch kein Problem dar.

Fazit
Das SL930A von Gigaset ist ein solides DECT-Telefon, welches sämtliche Funktionen bis auf den Babyfon-Modus bieten kann. Jedoch kann es im direkten Vergleich mit aktuellen Smartphones nicht ansatzweise bestehen. Hier sind für denselben Preis viele Funktionen, die dem Gigaset fehlen, selbstverständlich. Aber eigentlich soll es ja auch gar kein Smartphone sein. Als modernen Festnetztelefonie-Ersatz taugt es alle mal.

About Mobiles

Ich schreibe gerne Artikel zu allen möglichen Themen. Daraus ergeben sich Natürlich auch einige Webprojekte die ich rein als Hobby betreibe. Handy und Smartphones sind eines meiner Hauptthemen.No information is provided by the author.

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