Allgemein, Provider, Smartphones, Technik, Tipps

eSIM

– das ändert sich für Handynutzer

Handynutzer werden sich demnächst von der klassischen SIM-Karte verabschieden müssen, stattdessen kommt die eSIM. Die SIM-Karte, dieses kleine mit dem Chip, ist im Laufe der Zeit kleiner geworden, auch Micro- oder Nano- kommen zum Einsatz. Die eSIM setzt der manchmal etwas umständlichen Positionierung der SIM-Karte in ein mobiles Gerät ein Ende, sie hat Vor- und Nachteile.

eSIM

Was ist die eSIM?
Die eSIM wird gegenwärtig von o2 und Vodafone angeboten, auch die Telekom will die Karten demnächst anbieten. Die ersten Geräte mit eSIMs sollen ab dem 11. März erhältlich sein, es handelt sich dabei um die Smartwatch Samsung Galaxy Gear S2 classic 3G. Vodafone bietet zur Smartwatch die Red + Allnet Zusatzkarte mit dem Datenvolumen der Red-Hauptkarte für den Internetzugang an. Zum Telefonieren kann die eigene Mobilfunknummer genutzt werden. Künftig sollen weitere Geräte mit eSIMs angeboten werden, darunter auch Smartphones. Sie sollen 2017 in die Läden kommen. Das „e“ steht nicht für elektronisch, sondern für „embedded“, das englische Wort für eingebettet. Die eSIM ist also fest im Gerät verbaut, im Gegensatz zur herausnehmbaren SIM-Karte. Sie ist fest in ein Gerät integriert und ist diesem Gerät zugeordnet. Ein Anbieterwechsel ist trotzdem möglich, da die eSIM von außen programmiert wird. Die Telefonnummer, die auf der eSIM gespeichert ist, kann auch für ein weiteres Gerät verwendet werden; die Übertragung der Telefonnummer auf ein weiteres Gerät kann via Bluetooth erfolgen.

Die Vorteile der eSIM

Die eSIM verspricht viele Vorteile für den Anwender. Mobile Geräte sollen eine Zeitlang noch parallel mit der SIM-Karte und mit der eSIM angeboten werden; denkbar ist, dass sie über eine eSIM und einen Slot für eine SIM-Karte verfügen. Die Vorteile der eSIM-Karte könnten in
• Einfacher und schneller Aufladung nach Vertragsende
• Einsparung von Roaming-Gebühren im Ausland, da die eSIM beim örtlichen Anbieter aufgeladen werden kann
• Einfachem Wechsel zwischen verschiedenen Anbietern
• Keinen Problemen mit veralteten SIM-Formaten
liegen. Für die Nutzer könnte die eSIM eine Erleichterung darstellen; der Wechsel zwischen Mobilfunkanbietern wäre einfach und nicht mit dem Kauf einer SIM-Karte des neuen Anbieters verbunden.

Schneller Wechsel des Netzanbieters
Ein entscheidender Vorteil der eSIM wäre der einfache Wechsel des Mobilfunkanbieters. Mit der Erfindung der eSIM wurde auf die großen Umwälzungen reagiert, die sich in den letzten Jahren in der Mobilfunklandschaft vollzogen haben. Bei einem Vertragswechsel kann die eSIM einfach neu bespielt werden, beispielsweise, indem ein Code gescannt wird. Der Wechsel wäre vom Besitzer des Gerätes mit der eSIM einfach möglich, da er den Code beispielsweise mit der Kamera seines Geräts scannen könnte. Mit nur einem Mobilfunkvertrag können mehrere Geräte genutzt werden, beispielsweise ein zusätzlich zum Smartphone. Das ist vor allem bei Tarifen mit hohem Datenvolumen sinnvoll; separate SIM-Karten aus mehreren Verträgen würden dann wegfallen.

Die eSIM – nicht nur Vorteile
Die eSIM hat nicht nur Vorteile, sondern die neue Technik beinhaltet auch Risiken. Bislang ist noch nichts über die potenziellen Sicherheitsprobleme bekannt, denn das Gerät mit der eSIM muss permanent synchronisiert werden. Es ist nicht damit zu rechnen, dass mit der Einführung der eSIM die Mobilfunkpreise langfristig sinken.

eSIM – noch ein langer Weg

Bis sich die eSIM durchsetzt, wird es noch ein langer Weg sein, wie die Telekom in einem hauseigenen Blog berichtet. Ab 2016 soll der neue Standard auf den Markt kommen, um sich dann 2017 richtig durchzusetzen. Die Mobilfunkriesen Telekom und Vodafone rechnen damit, dass es im Jahr 2026 keine herkömmlichen SIM-Karten mehr geben wird. Zuerst werden Wearables und Tablets mit der eSIM ausgestattet, Smartphones sollen folgen.

eSIM Karte

hat eine Vorreiterrolle
Bei der Einführung der eSIM nimmt Apple eine Vorreiterrolle ein; bereits im Herbst 2014 preschte Apple mit der Vorstellung des neuen iPad Air 2 mit einer umprogrammierbaren SIM vor. Apple ist sehr an einer Einführung der eSIM interessiert; das ist vor allem bei Smartwatches und Fitness-Armbändern sinnvoll, die sich in Sekundenschnelle mit dem Internet verbinden und die Daten auf PC oder Tablet bringen. Apple verkauft bereits Tablets mit umprogrammierbaren SIM-Karten in den USA und in Großbritannien, doch als Apple diese Lösung vorstellte, scheiterte der Hersteller am Willen der Netzbetreiber.

Auch Android setzt auf eSIM
Auch Hersteller von Geräten mit Android, insbesondere Samsung, sind an der eSIM interessiert. Samsung bietet bereits eine Smartwatch mit eSIM an, weitere Geräte sollen folgen.

Das meinen die Mobilfunkanbieter
Viele Netzbetreiber, darunter die Branchenriesen Telekom, Vodafone und o2, aber auch kleinere Anbieter wie Orange, AT&T oder Etisalat, sind an der eSIM interessiert. Allerdings sind nicht alle Netzbetreiber für die eSIM, denn sie befürchten einen Verlust ihrer Deutungshoheit bei den Mobilfunkverträgen. Setzen allerdings immer mehr Hersteller auf die neue Technik, können sich die Mobilfunkanbieter nicht mehr verweigern.

© Bildquellen:

samsung_viet / flickr.com – (CC BY-SA 2.0)
und
Vodafone Medien / flickr.com – (CC BY-SA 2.0)

About Mobiles

Ich schreibe gerne Artikel zu allen möglichen Themen. Daraus ergeben sich Natürlich auch einige Webprojekte die ich rein als Hobby betreibe. Handy und Smartphones sind eines meiner Hauptthemen.No information is provided by the author.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.